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PFERDE IM STRASSEN VERKEHR: WAS GIBT ES ZU BEACHTEN?

In früheren Zeiten waren Tiere auf der Straße selbstverständlich. Pferdeübernahmen den Transport von Gütern und dienten der Fortbewegung des Menschen. Diese Zeiten sind lange vorbei. Lediglich der Reiter mit seinem Pferd oder die Pferdekutsche als besonderes Highlight bei einer Hochzeit bzw. als Touristenattraktion sind noch regelmäßig zu sehen. Heute denken wir bei Tieren im Straßenverkehr eher an den Transport unserer Vierbeiner im Auto oder mit dem passenden Anhänger. Dabei ist es wichtig, über die rechtlichen Bestimmungen und Sicherheitsaspekte Bescheid zu wissen.

 

Die Teilnahme von Pferden am Straßenverkehr und deren Transport

Das Pferd wird, wenn es geritten wird, in der Straßenverkehrsordnung(StVO) wie ein Kraftfahrzeug behandelt, ebenso die Kutsche. Es muss also die Straße genutzt werden und es gelten die normalen Verkehrsregeln, sodass Pferd und Reiter wie auch die anderen Kraftfahrzeuge die rechte Straßenseite benutzen müssen. Bei Dämmerung und Dunkelheit ist für ausreichende Beleuchtung zu sorgen, damit andere Verkehrsteilnehmer Pferd und Reiter frühzeitig erkennen können. Kutschen dürfen nur von einem Kutscher geführt werden, der die notwendigen Kenntnisse besitzt, und die Kutsche muss für den Straßenverkehr zugelassen sein. Ein spezieller Führerschein wie für andere Kraftfahrzeuge ist dabei aber nicht notwendig.Für die Beförderung von Pferden braucht man passende Transportanhänger. Auch hierfür gibt es Vorschriften: Nur wer den passenden Anhängerführerschein(Klasse E) erworben hat, darf einen solchen Transportanhängerfahren. Das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers darf die Anhängelast des Zugfahrzeuges nicht überschreiten.

Auch wenn die Spezialanhänger nicht zulassungs-, versicherungs- odersteuerpflichtig sind, müssen sie dennoch alle zwei Jahre dem TÜV vorgeführt werden (§ 29 StVZO). Für Anhänger gilt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, die nur in Ausnahmefällen auf 100 km/h erhöht werden kann. Ist die Transportstrecke länger als 65 km und erfolgt der Transport im Rahmen einer wirtschaftlichen Tätigkeit, muss der Fahrereinen entsprechenden Befähigungsnachweis erbringen. Dieser wird durch die Teilnahme an einem Lehrgang mit abschließender Prüfung erworben.

(Quelle: Mein Tierheilpraktiker - Ausgabe 03-2017)

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