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GEFÄHRLICHEN ERREGER

Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis

 

Eine der von Zecken übertragenen Erkrankung ist die Lyme-Borreliose. Typische Risikogebiete oder Schutzimpfungen gibt es hierfür nicht, die Erreger sind überall bei Zecken verbreitet. Nach Auswertung von Studien tritt bei 5 Prozent der gestochenen Personen eine Borreliose-Infektion auf. Die Infektion beginnt oft mit einem roten Ring um den Zeckenstich herum. Weitere Symptome können Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Fieber sein. Unbehandelt sind Spätfolgen wie Gelenk-, Herzmuskel oder Nervenentzündungen möglich.

 

Wer die Zecke frühzeitig entdeckt und entfernt, verringert das Risiko einer Ansteckung mit Erregern der Lyme-Borreliose. Denn die Bakterien werden– anders als das FSME-Virus – nicht sofort übertragen. Erst wenn die Zecke anfängt, Blut zu saugen, wandern die im Darm der Zecke lebenden Borrelien zu den Speicheldrüsen, etwa 12 bis 30Stunden nach dem Stich.

 

Das gilt leider nicht für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die FSME-Viren führen zunächst zugrippeähnlichen Symptomen, bis die Infektion auch die Hirnhaut befällt und dort Entzündungen auslöst, wie auch im Gehirn oder Rückenmarks. Es kommt zu Kopfschmerzen, Schwindel bis hin zu Lähmungen. Das kann schlimmstenfalls lebensbedrohlich werden. Gegen die FSME gibt es keine Therapie, dafür allerdings die Möglichkeit, sich impfen zu lassen.

 

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